Plastikmüll am Meer
Naturschutz | SUP Life

Die Plastikflut – so könnt ihr ganz easy etwas dagegen tun

Ein Thema begegnet mir ständig wieder, besonders seit ich auf dem SUP unterwegs bin: der Plastikmüll. Er liegt an den Ufern, zersetzt sich langsam in den Gewässern und begegnet uns inzwischen fast überall in der Natur. 
Vielleicht nicht in den Mengen wie auf dem Titelbild des Beitrags. Doch bei genauem Hinsehen ist es immer noch echt viel.
Viele Leute denken immer noch, das Hauptproblem wäre, dass der Müll an den Stränden herumliegt. Doch das wirkliche Drama spielt sich im Wasser ab: In den Weltmeeren treiben Plastik-Inseln von absurden Ausmaßen. Einer dieser Müllberge im Pazifik ist größer als Mexiko! Plastik verrottet nie. Es zersetzt sich lediglich in immer kleinere Teile. Diese werden von den Organismen im Meer aufgenommen und in der Nahrungskette nach oben weitergegeben. So gelangen sie zuletzt auch in unsere Körper. Investiert bitte mal kurz zweieinhalb Minuten in dieses Video:


Hier dürfte schnell klar geworden sein, dass es dabei um drastische Mengen geht.
Aber im Alltag merkt man ganz schnell: noch ist es praktisch unmöglich, ganz auf Plastik zu verzichten – darauf ist unsere Gesellschaft mit ihrer Industrie nicht ausgelegt. Es gibt aber ganz einfache Tricks, wie ihr euren Plastikverbrauch deutlich herunterfahren könnt – und das mit ganz, ganz wenig Aufwand! Los geht’s mit 5 Tipps, die wirklich jeder von euch in den Alltag einbauen kann:

1. Stoff- statt Plastiktüten

Und da sind wir auch gleich bei einem riesen Punkt: 3,6 Milliarden Plastiktüten haben wir Deutschen 2016 verbraucht. Und das obwohl die Zahl im Vergleich zu 2015 stark zurückgegangen ist, nachdem viele Unternehmen ihre Tüten nun nicht mehr kostenlos anbieten. (Die Zahlen für 2017 gibt es leider erst Mitte 2018 – darauf wollte ich nicht warten 😉 ). Schnappt euch wiederverwendbare Beutel, die es zum Beispiel in den großen Drogeriemarktketten für ca. zwei Euro gibt, und habt sie immer in der Handtasche, im Auto oder zumindest griffbereit, wenn ihr einkaufen geht. Super easy – und schon spart ihr euch einen riesigen Berg Plastik.

2. Trinkflaschen für unterwegs

Wenn ihr euch Getränke für unterwegs mitnehmt, versucht komplett auf Einweg-Plastikflaschen zu verzichten. Das ist kein Problem! Es gibt genügend Getränke in Pfandflaschen – oder noch besser: nehmt euch eure Getränke von daheim in einer wiederverwendbaren Kunststofftrinkflasche oder (wenn’s mal etwas ruhiger zugeht) in einer Glasflasche mit. Superschöne gibt es zum Beispiel bei Soulbottle. Sie enthalten keine Weichmacher, sind spülmaschinenfest und absolut dicht – und sehen noch dazu super aus.

3. Papp- statt Plastikverpackung

Wenn ihr genau hinseht, werdet ihr im Supermarkt oft eine Alternative zu plastikverpackten Produkten finden. Nudeln, Müsli oder Süßigkeiten findet ihr oft auch in Pappverpackungen, die unterm Strich viel umweltfreundlicher sind. Wenn ihr euch das Fleisch beim Metzger holt statt aus dem Kühlregal, spart ihr euch auch hier die Plastikverpackung (mal ganz abgesehen davon, dass ihr dann auch etwas über die Herkunft des Fleischs wisst).

4. Essen und Kaffee to go

Manchmal muss es einfach schnell gehen – und man bestellt sich Essen zum Mitnehmen. Bringt einfach eure eigene Box mit, dann spart ihr euch die Plastik-Styropor-Aluminiumhölle, in die das Essen sonst oft verpackt ist. Genau so beim Kaffee: es gibt so schöne, wiederverwendbare Kafeebecher – da macht das Trinken gleich noch mehr Spaß! In vielen Städten gibt es inzwischen auch Pfandsysteme für Kaffeebecher, an denen sich viele Cafés beteiligen. Einfach die Augen offen halten! 🙂

5. Duschgel, Spülmittel, Makeup und Co

In vielen Kosmetikprodukten ist Mikroplastik enthalten, das durch das Abwassersystem am Ende wieder im Meer landet. Das ist wirklich extrem unnötig. Inzwischen gibt es viele tolle Naturkosmetikmarken. Die Produkte sind nicht wie früher oft überlriechend und schweineteuer, sondern richtig toll – und ihr findet sie sogar im Drogeriemarkt! Damit ihr nicht erst mühsam die Inhaltsangaben durchlesen müsst, gibt es tolle Apps wie z.B. Codecheck. Einfach den Strichcode scannen und die App sagt euch sekundenschnell, ob bedenkliche Stoffe enthalten sind. Großartige Erfindung – und ihr werdet sehen, dass ihr die meisten Produkte problemlos durch umweltfreundlichere ersetzen könnt.

Das kriegen wir hin, oder? 🙂 Niemand erwartet ja von uns, dass wir von heute auf morgen zu Heiligen werden. Aber das Bewusstsein zu haben und immer wieder etwas Kleines zu verbessern bringt nicht nur viel, sondern fühlt sich auch wahnsinnig gut an! 🙂 Um es mit Jack Johnson’s Worten zu sagen: „reduce!“ Wenn das nicht geht: „reuse!“ Und wenn das auch nicht geht: „recycle!“

A propos Jack Johnson: der Mann mit dieser Stimme, die einen sofort in Tiefen-Entspannung versetzt, kommt aus Hawaii. Dort durfte ich 2016 einen knappen Monat verbringen. Was mich am meisten beeindruckt hat, war dieser hawaiianische Spirit. Auf die Natur aufzupassen, ist hier für viele Menschen völlig selbstverständlich. Und das Gesetz der Inseln lautet: „leave the island better than you found it“. Lasst uns das hier genau so machen. Wenn ihr beim SUPen Müll am/im See, Meer oder Fluss findet: hebt ihn auf und nehmt ihn mit zum nächsten Mülleimer! Unsere Natur hat es verdient – und die nächsten Generationen auch! 🙂

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.