Abflug mit SUP
SUP Equipment

In den Urlaub fliegen mit dem eigenen SUP – so klappt’s!

Vielleicht plant ihr ja gerade euren nächsten Trip und überlegt noch, euer Board mitzunehmen. Zugegeben, mit dem eigenen SUP per Flugzeug zu verreisen ist ein Act – lohnt sich aber! Wenn ihr ein paar Dinge beachtet, kann eigentlich nichts schief gehen:

Nachdem ich ein paar Erfahrungen gesammelt habe, will ich euch gerne weitergeben, was ich beim nächsten Mal genauso machen würde – und was ich ganz bestimmt anders machen werde. Für mich ist das übrigens auch wieder ein ganz aktuelles Thema, denn im Mai fliegen mein Freund Christoph und ich mit den Boards auf die Philippinen. 🙂 Bilder und Berichte gibt’s dann natürlich hier! Jetzt aber erstmal zu den Tipps für eure Reisevorbereitung:

1. Die Tasche

Im Normalfall habt ihr ja sowieso eine Board Bag für euer Inflatable SUP. Es gibt aber sogar Taschen, in denen ihr sowohl euer SUP als auch euer Gepäck unterbringen könnt (z.B. von Ion). Diese Taschen sind nicht gerade günstig, aber ich stelle es mir schon sehr praktisch vor, nur ein Gepäckstück dabeizuhaben. Hier müsst ihr allerdings aufpassen, ob die Tasche bei den Gepäckregelungen eurer Airline nicht zu schwer werden würde. Mehr dazu lest ihr unter Punkt 4. Ich bin mit der normalen Fanatic Board Bag verreist und werde das auch wieder so machen. Die Tasche hat Rollen und kann auch als Rucksack getragen werden, wenn es mal holprig wird. Als meine Freundin Janine und ich nach Sardinien geflogen sind, haben wir es sogar geschafft, zwei Boards in eine Board Bag zu packen (wir haben beide Boards flach und leicht versetzt aufeinander gelegt und dann gerollt – haben aber einige Anläufe gebraucht! Unbedingt zu Hause ausführlich testen!).

2. Die Polsterung

Mit der Board Bag ist euer SUP leider noch nicht sicher genug verpackt. Den worst case habe ich bei einem Flug mit Alitalia (never again!) gesehen. Da muss meine Tasche wirklich geworfen, über den Boden geschleift und herum gerissen worden sein, denn auf einer Seite war der Hüftgurt aus der Naht gerissen und die Tasche hatte lauter Schmutz- und Schmierstreifen. An der Stelle, an der in der Tasche die Plastik-Schiene für die Finne war, war die Tasche sogar komplett durchgewetzt und hatte ein Loch. Ich sag’s euch, da macht die Ankunft am Reiseziel richtig Spaß – nicht! Deshalb solltet ihr die Tasche entweder am Flughafen in Folie wickeln oder als umweltfreundlichere Variante besser einen großen Rolltop-Sack kaufen, in den ihr die ganze Tasche packen könnt. Auch innerhalb der Board Bag solltet ihr alles gut auspolstern.
Die Finne packt ihr am besten zwischen eure Kleidung ins normale Gepäck. Legt unten in die Board Bag ein Handtuch o.ä., damit vor allem das Paddel nicht so anfällig für Stöße und Schläge ist. Die Enden der Paddelrohre habe ich zusätzlich in zwei paar dicke Socken gesteckt. Über die Finnen-Schiene würde ich nach der Alitalia-Erfahrung auch lieber ein Handtuch legen. auch das Paddelblatt solltet ihr zusätzlich einwickeln. Am Ende legt ihr auch oben in die Tasche wieder ein Handtuch, um auch diese Seite stoßsicher zu machen.

3. Die Versicherung

Bei den meisten Fluggesellschaften ist im normalen Gepäck nur ein Wert von 200 bis 500 Euro versichert. Oft ist das SUP deutlich mehr wert – also überlegt euch lieber, eine extra Reisegepäckversicherung abzuschließen. Da gibt es ganz verschiedene Modelle: die Versicherungen unterscheiden sich z.B. im Bezug auf die versicherte Summe, den Zeitraum (einmalig für die Reise oder ganzjährig) und ob euer Gepäck nur auf dem Flug oder auch im Urlaub z.B. im Auto versichert ist. Nicht immer ist Sportequipment mitversichert – auch hierauf solltet ihr bei der Auswahl aufpassen. Ich habe für Sardinien eine Elvira Reisegepäckversicherung von der Allianz abgeschlossen – die hat einfach am besten gepasst und hat mich knappe 60 Euro gekostet. Wer viel reist, sollte sich aber vielleicht lieber eine ganzjährige Reisegepäckversicherung zulegen.

4. Das SUP als Sportgepäck – oder auch nicht

Bei den meisten Airlines gelten nur Hardboards als Sportgepäck. Ein iSUP wird als normales Gepäck bzw. Übergepäck eingecheckt. Das ist aber gar nicht so schlecht, denn oft zahlt ihr für ein zusätzliches Gepäckstück weniger als für Sportgepäck. Bei unserer Sardinienreise hat das zweite Gepäckstück 70 Euro (einfach) gekostet – als Sportgepäck wären es über 100 Euro gewesen. Generell solltet ihr besonders aufpassen, dass ihr die Gewichtsgrenzen für eure einzelnen Gepäckstücke nicht überschreitet – dann wird’s nämlich richtig teuer.

So – hoffentlich habe ich euch ein bisschen Recherchearbeit erspart und ihr habt Lust bekommen, euer SUP auf eure nächste Reise mitzunehmen. Denn es gibt so viele schöne Spots auf der Welt, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. 🙂

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