Board Vergleich
SUP Equipment

Der kleine SUP-Guide: wie finde ich das richtige Board?

Da steht man als interessierter SUPer vor diesen ganzen verschiedenen Boards und fragt sich: welches Brett ist denn jetzt das richtige SUP für mich? Ich will euch zumindest eine kleine Orientierungshilfe geben. 🙂

Dabei geht’s heute erstmal um Inflatable SUPs, also aufblasbare Bretter, da diese für die meisten praktikabler in Lagerung und Transport sind. Erstmal möchte ich euch ein paar grundsätzliche Tipps zur Kaufentscheidung geben, bevor ich euch verschiedene Boardtypen vorstelle.

Grundsätzliches:

Versucht, euren Favoriten bei irgendeinem Verleih zu finden und vorher zu testen! Keine Beratung ersetzt eine Testfahrt, da die Geschmäcker immer verschieden sind.

  • Denkt daran, dass die Bedingungen nicht immer so sein werden, wie bei der Testfahrt und überlegt, ob ihr auch bei mehr Wind, Strömung oder leichten Wellen damit klarkommen werdet. 🙂
  • Teuer vs. günstig: das altbekannte Thema… Meiner Meinung nach merkt man die Preisunterschiede bei SUP Boards deutlich. An dieser Stelle muss ich natürlich dazusagen, dass ich längst noch nicht alle Marken gefahren bin und deshalb keine ganz repräsentative Aussage machen kann.
    Doch sind billige Boards oft instabil, durch zu einfache Verarbeitung anfällig für kleine Schäden oder einfach nicht so genau an die Bedingungen um euch herum angepasst. Viele Marken springen momentan auf den SUP-Zug auf, weil SUPen gerade so beliebt ist, ohne wirklich Ahnung davon zu haben. Wenn ihr wirklich nur etwas sucht, worauf ihr wie auf einer besseren Luftmatratze etwas im Flachwasser herum dümpeln könnt, müsst ihr tatsächlich nicht viel Geld ausgeben.
    Wenn ihr aber regelmäßig SUPen und auch mal längere Touren fahren wollt, lohnt es sich, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Dann legt euch lieber ein gebrauchtes, hochwertiges Board zu, als ein Billig-Board. Extratipp hierzu: viele SUP-Verleihe verkaufen zum Saisonende ihre Boards – da könnt ihr gut Schnäppchen jagen! 🙂
  • Traut euch nicht zu wenig zu. Wenn ihr ein eigenes Board habt und regelmäßig damit SUPen geht, werdet ihr schnell besser werden. Findet ihr ein bestimmtes Board toll, aber momentan noch ein kleines bisschen zu anspruchsvoll, dann traut euch trotzdem! 🙂 Übung macht den Meister. Und so herum ist es deutlich besser, als wenn ihr euch nach zwei Wochen wünscht, ihr hättet euch ein anderes Board gekauft.
  • Beachtet nicht nur das aufgepumpte Board! Ist die Finne einfach und ohne Hilfsmittel zu montieren? Müsst ihr irgendwelche Seitenleisten einschieben oder das Board einfach nur aufpumpen? Was ist im Gesamtpreis enthalten (Pumpe, Finne und Rucksack sollten dabei sein…)?

Soweit zur Allgemeinen Kaufvorbereitung. 🙂 Dann können wir uns jetzt die einzelnen Stand up paddle Board Typen genauer anschauen und herausfinden, welches SUP das richtige für euch ist.

 

Die verschiedenen SUP-Board-Typen:

SUP Board Vergleich

  1. Das Race-Board
    Lang und schmal – die Race Boards sind, wie schon der Name sagt, die Rennsemmeln unter den SUPs. Mittlerweile gibt es tolle Inflatable Race SUPs, die trotz der Länge stabil sind und nicht durchhängen. Etwas Übung solltet ihr schon haben, wenn ihr euch ein Race Board zulegt. Es ist für sportliche Fahrer geeignet, die viel auf Seen, ruhigeren Flüssen oder in ganz kleinen Wellen unterwegs sind – und die Lust haben, richtig Gas zu geben und vielleicht auch mal das ein oder andere Rennen mitzufahren. Solltet ihr unter die professionellen Race Boarder gehen wollen, werdet ihr irgendwann um ein Hardboard kaum herumkommen (da geht einfach noch ein bisschen mehr). Auch bei den Race Boards gibt es eher kürzere (ab 12’6″) und breitere (bis 29″) Modelle. In jedem Fall sollte euer Gleichgewichtssinn ziemlich ausgeprägt sein. 🙂
  2. Das Touring-Board
    Mein Favorit für alle, die halbwegs stabil auf einem SUP stehen können und nicht nur darauf rumliegen, sondern auch mal ein bisschen Strecke zurücklegen wollen. 🙂 Touring-Boards haben im Normalfall wie Race Boards eine längere Finne, die das Brett schön geradeaus fahren lässt. Dazu trägt auch die spitze Form bei. Da das Board aber nicht so schmal und nicht gar so lang wie ein Race Board ist, ist das Touring-Brett ziemlich kippsicher und bringt euch gut durch Strömungen, Wind und Wellen. Ein angenehmes Fahrgefühl, keine Zickzack-Fahrerei und genügend Stabilität – Touring Boards würde ich den meisten empfehlen. 11’6″ ist dabei eine schöne Länge, die das Board angenehm geradeaus fahren lässt. Manche Firmen (z.B. Fanatic) haben extra Boards für Mädels, die leichter und oft sehr schön designed sind. Das gilt auch für Allrounder.
  3. Das Yoga-Board
    Yoga Boards sind lange, breite Bretter – von der Form her ähnlich wie Allrounder. Sie haben teilweise sehr praktische Halterungen für das Paddel (damit euch das während der Yoga-Session nicht nervt) und Möglichkeiten es mit anderen Boards z.B. für einen Kurs zu verbinden. Die Oberfläche hat kein starkes Profil, aber genug Grip für Yoga-Übungen. Es gibt keinen Griff in der Mitte, was das Board ziemlich unhandlich macht (die Griffe sind an den Seiten). Manche Hersteller haben aber inzwischen an einer Seite aber Ösen für einen Tragegurt. Klar, ihr könnt mit dem Yoga-Board auch fahren, doch hier geht es wirklich hauptsächlich um SUP-Yoga-Workouts. Manche Marken bringen langsam aber auch Hybrid-Modelle raus, mit denen ihr besser fahren können sollt.
  4. Das Allround-Board
    Allrounder sind ovale Boards. Im Verhältnis zur Länge sind sie ziemlich breit und dadurch extrem kippstabil. Wie der Name sagt, könnt ihr damit auf Seen, Flüssen und auf dem Meer paddeln. Allrounder sind perfekt für die ersten Versuche auf dem SUP und für ältere Leute oder Menschen, die generell nicht so ein gutes Gleichgewichtsgefühl haben. Außerdem bieten sich Allrounder für Gelegenheits-SUPer an, die hauptsächlich auf eher unruhigen Gewässern wie zum Beispiel großen Flüssen paddeln gehen. Im Flachwasser sind Allrounder durch ihre meist sehr kurzen Finnen sehr dankbar. Es gibt auch ziemlich kurze Allrounder, die natürlich entsprechend leicht und an Land einfach zu handeln sind. Wenn ihr euch für so ein Brett entscheidet, solltet ihr aber bedenken, dass ein Board, je runder es ist, auch wendiger ist – das heißt, ihr fahrt mehr in Zickzack-Linien.
  5. Wildwasser- und Wellen-Boards
    Die Abenteurer unter den SUPs. Mit diesen kleinen, wendigen Boards könnt ihr einiges erleben. Sie sind speziell auf die Bedürfnisse für Wildwasser- oder Wellen-SUPer angepasst. Solltet ihr euch aber ein universell einsetzbares Board zulegen wollen, sind diese Bretter zu speziell. 🙂

 

Natürlich arbeiten die SUP-Hersteller mit Hochdruck daran, den Wünschen ihrer Kunden gerecht zu werden. Deshalb erscheinen jede Saison neue Modelle und teilweise auch neuartige Hybride zwischen den klassischen Formen sind. Ich wollte euch aber eine erste Orientierung geben und diesen Artikel deshalb übersichtlich halten. 🙂
Solltet ihr Fragen haben, stellt sie mir einfach in den Kommentaren.

Viel Spaß mit euren neuen Boards!

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